#erasmusstoriesmainz

Erasmus+ & die Europäische Vielfalt spürbar machen

Lucile

“Ich bin allein in Deutschland angekommen und an meinem ersten Tag habe ich verstanden, dass ich jetzt alleine meine Probleme lösen musste… und auf Deutsch natürlich!”

Ich habe meinen Erasmussemester vom 1. April bis zum 15. September 2019 in Mainz verbracht. Ich denke, was mich durch meinen Erasmusaufenthalt geprägt hat, ist das Leben allein in einem fremden Land. Es war meine erste Erfahrung allein zu leben. In Frankreich wohne ich noch bei meinen Eltern. Ich bin allein in Deutschland angekommen und an meinem ersten Tag habe ich verstanden, dass ich jetzt alleine meine Probleme lösen musste… und auf Deutsch natürlich! Die Erfahrung hat mir erlaubt, mich weiterzuentwickeln. Heute zögere ich zum Beispiel in allen Situationen weniger, um eine Entscheidung zu treffen. Deshalb denke ich, dass Erasmus eine gute Möglichkeit bietet sein Selbstvertrauen zu stärken.

Vorlesungen und Seminaren auf Deutsch zu folgen war ein besonderes Erlebnis für mich. Ich hatte zuvor Angst davor, denn ich wusste, dass auf Deutsch zu studieren ganz anders ist als auf Deutsch im Alltag zu sprechen! Und in der Tat es war schwierig. Ich erinnere mich an ein Seminar, bei dem ich die Kursinhalte erst nach zweieinhalb Monaten verstanden habe! Aber ich habe mein Semester bestanden und es war eine entscheidende Erfahrung für mich, weil jetzt möchte ich mich gern auf ein deutsch-französisches Master für nächstes Jahr vorbereiten! Durch mein Erasmussemester fühle mich in der Lage auch auf Deutsch zu studieren (sogar mit meinem noch nicht perfekten Deutsch).

Mein Erasmusaufenthalt war ganz sicher eines der besten Erfahrungen meines Lebens! Natürlich habe ich viele Reisen gemacht und viele Leute getroffen. Das sind sehr schöne Erinnerungen aus der Zeit! Aber ich bin auch erwachsener geworden und habe mich ein bisschen verändert…natürlich in die gute Richtung ;).

Ich vermisse meine Freunde, die jetzt überall auf der Welt leben. Besonders die drei Erasmus Studenten aus der Türkei: Bugra, Cihan und Isko. Sie waren wie große Brüder für mich! Wir haben unser gesamtes Erasmussemester zusammen verbracht. Aber ich denke auch an meine deutschen Freunde Emanuel und mein Buddy Mira, die mir sehr oft geholfen haben und die sehr, sehr nett waren. Und ich bin auch sehr froh andere französische Studenten kennengelernt zu haben! Am Anfang hatte ich Angst zu viel Zeit mit Franzosen zu verbringen, jedoch waren wir immer mit Leuten aus anderen Kulturen unterwegs. Drei von den anderen französischen Studenten und ich sind wirklich gute Freunde geworden. Wir sehen uns noch regelmäßig in Frankreich! Dieses Jahr fahren wir zusammen wieder nach Mainz, um Silvester mit allen unseren Freunden zu feiern! Ich freue mich total darauf!!

Ich vermisse Deutschland! Mir hat die deutsche Kultur sehr gefallen und das Land finde ich wunderbar! Wenn ich die Deutsche Sprache heute höre, bin ich direkt glücklich. Zum Beispiel gibt es viele deutsche Touristen in meiner Stadt und wenn ich ihnen helfen kann, dann mache ich das natürlich auf Deutsch!

Auch, die Stadt Mainz hat mir sehr gefallen! Jetzt fühle ich mich dort wie Zuhause. Ich habe Freunde, die in Mainz leben, ich kenne die Straßen, die Bars, …! Ich hoffe ich kann meine Kontakt zu Mainz oder Deutschland in meinen Leben (z.B. durch meinen Beruf) aufrechthalten!

Lucile aus Metz (20)

Zurück nach oben